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Kon-Texte

Die Ausstellung stellt die Verfassungsänderung der Hannoverschen Landeskirche zum Judentum in einen Dialog mit jüdischen und christlichen Stimmen, sie führt hin zu einem Nachdenken über die christliche Beziehung zum Judentum und will so eine verfassungsgemäße kirchliche Praxis unterstützen.

Der Inhalt der Kon-Texte-Broschüre wird vorgestellt und lädt die Betrachterinnen und Betrachter dazu ein, die eigene Beziehung zum Judentum zu reflektieren. Ziel dieser Ausstellung ist es, zum Nachdenken über das Verhältnis von Kirche und Judentum anzuregen. Es wäre schön, wenn es zu einem lebendigen Gespräch über die KonTexte käme.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Superintendentin Dr. Andrea Burgk-Lempart.

Ort:                     Celler Synagoge, Im Kreise 24

Eröffnung:     Donnerstag, 27. September 2018, 19.00 Uhr

Laufzeit:          28. September bis 18. November 2018

Einführung:  Prof. Dr. Ursula Rudnick, Hannover

Veranstalter:

Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde e.V. Celle und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.

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Liebling, mein Herz lässt Dich grüßen …

06.10.2018 um 19:00 Uhr

Musik jüdischer Künstler in der Weimarer Zeit mit Søren Thies

Im Frühjahr 1933 wurde eine ganze Generation jüdischer Deutscher (Musiker, Schauspieler, Kabarettisten, Filmemacher, Schriftsteller und Komponisten) über Nacht arbeitslos. Viele, die vorher zu den bedeutendsten und beliebtesten Künstlern und Künstlerinnen ihres Faches gehörten, verloren zuerst ihren guten Ruf, dann ihre Heimat, ihr Publikum und schließlich oftmals ihr Leben.

Der Sänger und Akkordeonist Søren Thies aus Limburg möchte an die bekannten und auch an die weniger bekannten jüdischen Künstler der Weimarer Zeit erinnern, deren Namen heute zu Unrecht oft völlig vergessen sind. Lieder der Comedian Harmonists treffen auf Tonfilmschlager von Friedrich Hollaender oder Werner Richard Heymann. Kabarett-Songs von Curt Bry und Willy Rosen erklingen neben Texten von Mascha Kaléko oder Theodor Kramer – ein Chanson-Programm, das die unvergleichlich bunte Musikwelt der späten 1920er und frühen 1930er Jahre wieder lebendig werden lässt.

Søren Thies, 1969 in Hamburg geboren, studierte Musikwissenschaft, Völkerkunde und Geographie. Seit Mitte der 1990er Jahre ist die Musik sein Hauptberuf. Seitdem hat er sich vor allem als Interpret jiddischer und französischer Musik einen Namen gemacht.

Eintritt: 10,00 Euro, ermäßigt 8,00 Euro,

Schüler haben freien Eintritt

Veranstaltungsort

Celler Synagoge, Im Kreise 24, Celle

Veranstalter

Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Celle e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.

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Gnade und Gerechtigkeit in der Hebräischen Bibel

11.10.2018 um 19:00 Uhr

In der Theologie der auf die Reformation zurückgehenden evangelischen Kirchen spielen die Begriffe von Gnade und Gerechtigkeit eine entscheidende Rolle. Nach Luther wird der Mensch gerechtfertigt allein aus Gnade. Dies wird in schroffen Gegensatz zum Versuch der „Rechtfertigung aus Werken“ gestellt, was Luther den Katholiken ebenso wie den Juden vorhält.

Der Blick in die Hebräische Bibel zeigt, dass diese ein anderes Verständnis von Gnade hat. Gnade bedeutet nicht, dass das Recht außer Kraft gesetzt wird („Gnade vor Recht ergehen lassen“). Die Gnade Gottes ist keine juristische, sondern eine kommunikative Größe: Gott sieht den Menschen an, nimmt ihn wahr, erkennt ihn als Subjekt an. Dies befähigt den Menschen zum Handeln, zum „Tun guter Werke“.

Referent: Prof. em. Dr. Rainer Kessler, Professor für Altes Testament an der Universität Marburg

Veranstaltungsort

Celler Synagoge, Im Kreise 24, Celle

Veranstalter

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V. in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Celle e.V. und dem Stadtarchiv Celle

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Konzert mit „Die Drei Kantoren“ SCHALOM RAW AL ISRAEL

14.10.2018 um 17:00 Uhr

Seit der Zeit der Bibel hat der Wunsch nach Frieden für Israel die Juden geprägt.

Mehrere Gebetstexte, Pijutim, chassidische Lieder, Lieder auf Jiddisch und moderne Volkslieder beschäftigen sich mit dem Wunsch, endlich ein friedliches Leben im versprochenen Land, unter dem eigenen Weinstock oder Feigenbaum, zu erleben.

Die mittlerweile deutschlandweit bekannt gewordene Gruppe „Die Drei Kantoren“ schließt sich diesem Gebet an mit einem Programm voller Loblieder für Frieden für Israel und für die ganze Welt. Die Drei Kantoren (Tal Koch – Tenor, Amnon Seelig – Bariton, Assaf Levitin – Bass, Naaman Wagner – Klavier) bieten ein virtuoses, unterhaltsames und berührendes Konzert an, das mit selbst arrangierter (und teils selbst komponierter) Musik den Bogen zwischen Klassikern der Chasanut (Kunst des Vorsingens/Vorbetens) bis zu modernen israelischen Volksliedern spannt.

Eintritt:  10,00 Euro, ermäßigt 8,00 Euro,

   Schüler haben freien Eintritt

Veranstaltungsort

Celler Synagoge, Im Kreise 24, Celle

Veranstalter

Jüdische Gemeinde Celle e.V., Zentralrat der Juden Deutschlands in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V. und dem Stadtarchiv Celle

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Antisemitismus im Milieu der „Reichsbürger“

18.10.2018 um 18:30 Uhr

Nicht erst seit dem Polizistenmord von Georgensgmünd im Jahr 2016 beschäftigen sich Menschen aus dem Milieu der „Reichsbürger“, „Selbstverwalter“ und „Souveränisten“ Behörden und Verwaltungen.

Zunehmend wird einer breiten Öffentlichkeit deutlich, welche Gefahren von diesen bisweilen als „Spinner“ verharmlosten Milieu ausgehen.

Kern der Vorstellungswelt dieser Menschen ist der Mythos einer Weltverschwörung gegen die Deutschen, als dessen Ausdruck neben anderen („Lügenpresse“, George Soros) die Bundesrepublik Deutschland wahrgenommen wird. Innerhalb dieser Welterklärung nimmt Antisemitismus eine zentrale Rolle ein, da er dem Milieu die Frage beantwortet, wer hinter der vermeintlichen Verschwörung gegen die Deutschen steckt.

Der Vortrag gibt Auskunft über die Ursprünge dieses uneinheitlichen Milieus, seiner Ideeologie und Handlungsformen und stellt Handlungsoptionen für zivilgesellschaftliche Gegenwehr vor.

Jan Rathje ist Mitarbeiter der Amadeu Antonio Stiftung und Autor des Buches „Reichsbürger, Selbstverwalter und Souveränisten. Vom Wahnsinn des bedrohten Deutsche“ (Unrast Verlag).

Veranstaltungsort

VHS Celle, Trift 20, Saal

Veranstalter

Volkshochschule Celle für das Celler Netzwerk gegen Antisemitismus